Der Brexit als Inspiration für Ölbilder

Der Brexit, die never ending Story? Der Brexit als Inspiration für Ölbilder.

Der Brexit ist ja ein nicht mehr endendes Thema. Aber überall werden gerade neue Mauern hochgezogen und die Leute, die das tun und auch die Leute, die nicht glaubten, dass die neuen Mauern kommen werden, werden ganz schön dumm aus der Wäsche schauen.

Hier, diejenigen die mitgebaut haben und sich dann überrascht umsehen (werden).

Die hier haben selbst mitgebaut und nicht geglaubt, dass die Mauer kommt.

Und dann noch die, die gedacht haben, sie könnten es verhindern und schauen nun ängstlich ums Eck, was da wohl auf sie zukommt.

Was wird nun werden?

Diese Bilder habe ich bereits in der Grundschule in der 4ten Klassse mal vorgestellt. Selbst dort sind die ersten SchülerInnnen über den Brexit und einige  neue Mauern informiert. Manche sind noch gar nicht politisch angehaucht, andere schon recht weit. Ich nehme an, dass hier das Elternhaus  die größte Rolle spielt.

OneLine-Portraits, Porträts die auf einem einzigen Linienzug basieren

Köpfe mit einer Linie gezeichnet. Einfach auch mal probieren.

Zur Übung meiner zeichnerischen Fähigkeiten mache ich immer mal wieder Bilder, die aus einer einzigen Linie (manchmal auch zwei oder drei) bestehen. Gelegentlich mache ich dann daraus auch Bilder.

Hier zwei Beispiele aus den letzten Tagen:

Umriss in einer Linie. Naja – nicht ganz.

Grundlage ist nicht nur eine Linie gewesen, aber dafür gibt es eine Unmenge von Strichen und Figuren. Ich nannte das Bild „Beat“, denn ich habe recht laut Radio gehört und bei der Musik zu jedem Takt einen Strich oder eine Figur gezeichnet. Sie können sich sicher vorstellen, dass die nicht nur ein Musikstück war.

 

Und hier noch ein Beispiel. Ich hatte mir verschiedene Bristollpapiere bestellt. Ich will einfach testen, welches mir am ehesten zusagt.

Das hier war nun von Winsor & Newton und ich habe Prisma Color Buntstifte benutzt.

Diesmal scheint es wirklich nur eine Linien zu sein. Ich finde es recht interessant, weswegen ich es auch hier auf der Homepage zeige. Allerdings spiegelt sich das Blitzlicht auf der Wachsschicht der Buntstifte.

Plastikmüll im Meer, eine interessante Umsetzung

Ölbild einer Plastikflasche im Meer.

Ich habe ja schon vor Jahren immer mal wieder den Plastikmüll im Meer als Inspiration für Bilder genommen, diesmal hatte ich eine neue Idee, das Thema anzugehen.

Plastikflasche als Müllmine im Meer

Leider ist das Foto nicht 100%ig. Die Oberfläche spiegelt etwas durch das von rechts einfallende Licht.

Bitte achtet darauf in Zukunft möglichst wenig Plastik zu benutzen und zu verbrauchen. Recycling scheint ja, zumindest momentan, nicht so zu laufen, wie man das sich so vorgestellt hat. 5%, die tatsächlich recycled werden, das ist ernüchternd. DAs ist viel zu wenig.

Dieses Bild wurde seltsam – richtig seltsam

Seltsame Figur, der verdrehte Kopf.

Der Hintergrund gab einfach gewisse Linien vor, die ich dann zu einem Kopf / zu einer Person verfremden wollte. Es wurde eine Person, aber die war schon ziemlich „strange“ (seltsam, fremd).

Ziemlich seltsame Figur, nicht schön, aber interessant

Ich habe sogar lange überlegt, ob ich dieses Bild hier überhaupt auf der Homepage aufnehmen soll. Aber es ist entstanden, wird wohl nicht übermalt, daher hat es auch ein Recht gezeigt zu werden. Schließlich hat es was, auch wenn das so nicht geplant war.

Der Kopf sieht aus, als wäre er um 180 Grad verdreht auf dem Körper.

Wie gesagt: nicht schön, aber interessant.

Bin aus dem Loch wieder raus

3 Bilder mit Köpfen, so wie ich sie gerne mag. Bunt, verschoben, freundlich, fröhlich.

Das Thema Alter hatte mich nun einige Tage gefangen, aber es scheint besser zu werden, den die folgenden Bilder finde ich wieder viel positiver, viel fröhlicher.

Ein Clown schminkt sich, macht sich bereit andere zu erfreuen
Freunde unterwegs zum / vom Spiel
Sie hat sich in der Wüste verirrt und sucht nun den rechten Weg.

Diese Bilder sind nur 40×40 oder 50×50 cm, aber sind durch Ihre Farbwahl sehr auffällig und eindrucksvoll.

Ich mag, was da im Januar entstanden ist.

Gesichtselemente – eine Stufe weiter

Was macht ein Gesicht aus?

Ein Ölbild mit zwei Augen, Nase Mund und Kugel. Im Normalfall ein eGesicht, aber hier sehr starkt abstrahiert.
Gesichtselemente 01, Öl auf Leinwand, 60×40 cm

Wenn ich sagen würde: „zwei Augen, Nase, Mund, Kugel“, dann würde jeder auf Gesicht schliessen. Vielleicht noch nicht mal auf ein menschliches.

Mir wurde irgendwann klar, dass es nciht nur die Form, die Perspektive sondern auch die Position ist, die bei diesen Elementen ein Gesicht ausmacht. Mit der Perspektive, Ansicht und auch der Position und Ausrichtung spiele ich seit Jahren.

Doch nun bin ich noch weiter gegangen: Es kommt einer kompletten Auflösung gleich. Die Elemente durchdringen sich, sind selbst sehr stark abstrahiert und bilden beim ersten Sehen des Bildes kein Gesicht mehr. Erst, wenn unser Gehirn die einzelnen Elemente versucht einem Ganzen zuzuordnen entsteht der Begriff „Gesicht“, vielleicht sogar „Mensch“ in uns.

Ich bin total glücklich, diesen Weg, diesen entscheidenden Schritt gegangen zu sein.

Zwiesprache mit dem Altern

Zwiesprache mit dem Altern – ja Altern – nicht Alter. Eine Aussprache auf Augenhöhe.

Das Thema lässt mich (noch) nicht los.

Diesmal keine geteilte Person, die einfach beides in sich trägt, nein diesmal steht sich Jugend und Alter frontal gegenüber. Es ist nicht feindlich, unversöhnlich, nein – es hat irgendwie etwas Abwartendes und Wissendes.

Zwiesprache mit dem Altern, Öl auf Leinwand 40×40 cm

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich selbst nicht mehr der Jüngste (aktuell 54) und dann kommen noch die Eltern und Schwiegereltern hinzu, die durchaus mit dem Alter und seinen Folgen hadern. Und letztendlich bin ich Woche um Woche durch meine Kunst-AGs in den Pflegeeinrichtungen mit dem Alter und seinen Folgen konfrontiert. Daher hält mich das Thema irgendwie gefangen und bricht sich immer wieder Bahn.

Weihnachten zu Besuch bei meiner Mutter. Allgegenwärtig ist das Alter und das Altern. Seine Folgen werden mir ständig vor Augen geführt.

Eine Ansicht aus dem Heim.

Ein Ölbild, nicht sehr ansprechend, meine Mutter am Tisch sitzend, Schnabeltasse, verwelkte Blumen in der Vase
Mutter Weihnacht 2018, Öl auf Malplatte, 60×40 cm

Ich muss dazu sagen, dass ich dort im Heim noch nie verwelkte Blumen gesehen habe. Die machen das toll. Aber es ist ein Symbol für mich, das Drumherum auszudrücken.

Was mir auch jetzt wichtig ist zu sagen: Eine Rechtfertigung?
Ich habe meine Mutter 12 Jahre lang selbst in der eigenen Familie betreut und gepflegt. Ich weiß es, das Altern kann heftig sein. Es ist nichts für Feiglinge.

Chapeau an die Leute, die Tag um Tag pflegen und dabei menschlich und liebevoll geblieben sind.

Das Altern thematisiert

Das Altern ist schon komisch. Eines Teils entwickelt man sich weiter, andernteils zurück. Doch egal, was Außen passiert, das Innen ist wichtiger.

Wie schon mal in einem vorherigen Artikel geschrieben, ist die Vorweihnachtszeit emotional nicht ohne. Dabei denkt man auch oft an die Verstorbenen und was haben diese alle gemein? Den Tod bzw. das Altern.

Und ich habe auch schon geschrieben, dass man nach Weihnachten durch aus mit einem „Kater“ wieder aufwachen kann. Meiner heißt wohl „Alter“.

Es gab jetzt zu Beginn des Jahres eine Zeit bei der für mich das Altern beim Malen eine stärkere Rolle gespielt hat.

Das erste hier, ist ja noch recht fröhlich.

Doch zuerst in Teilen:

Das Bild wurde am Computer etwa halbiert und die rechte Hälfte abgedeckt. Man sieht nur die junge Frau.
Das Alter, noch jung – Öl auf Leinwand – 50×50 cm
Diesmal ist der linke Teil des Bildes verdeckt, man sieht die alte Frau
Nun der altgewordene Teil.

Die Frauen mögen mir bitte nachsehen, dass es das Bild einer Frau wurde.

Hier nun komplett:

Diesmal sieht man das ganze Ölbild. Den Kopf einer Frau, der links nsehr jung wirkt, vielleicht noch unter 20, und rechts schon recht alt mit grauen Haaren.
Das Alter No1, Öl auf Leinwand, 50×50

Das obige Bild erscheint ja noch recht fröhlich, das liegt auch an den ganzen Symbolen, Ornamenten, die zusätzliche Farbe rein bringen und für mich jedes auch eine Bedeutung hat.

Das nächste Bild dreht sich genau um die selbe Thematik – das Altern.

Auch hier wieder die einzelnen Teile verdeckt.

Zuerst die Jugend:

Ölbild mit dem Kopf einer Frau, die Hälfte ist verdeckt, man sieht nur das Gesicht einer Frau um die 30.
AlternNo2, Öl auf Leinwand, 30x40cm

Nun etwas älter:

Diesmal ist der andere Teil verdeckt. Man sieht ein Frau so um die 80 oder gar 90
AlternNo2, zweiter Teil

Und nun natürlich noch das ganze Bild:

Diesmal sieht man das ganze Bild.
Altern No2, Öl auf Leinwand, 30x40cm

Rembrandts Selbstporträt

Maler malen immer wieder Selbstporträts. Das mach auch ich, aber diesmal geht es wieder um Rembrandt.

Rembrandt hat im 17 Jahrhundert mehrfach sich selbst gemalt. Das hellste davon habe ich mir als Vorlage ausgesucht.

Zur Übung und aus Spaß habe ich es nachgemalt. Natürlich immer mit dem bei mir üblichen Schalk im Nacken. Das Hütchen ist aber auch allerliebst.

Das hier kam dabei raus:

Von mir nachgemaltes, etwas überzogenes Selbstporträt von Rembrandt
Vorlage: Rembrandts Selbstporträt von ca. 1660
Öl auf Leinwand, 50×50

Sein Stil und sein Pinselstrich haben sich im Laufe des Lebens sehr stark verändert. Ich will mir seine Arbeiten nochmal genauer vornehmen. Sicher werde ich nicht genau abmalen. Ich denke da an schrillere, reinere Farben. Das Ganze etwas mehr in die heutige Zeit ziehen.

Der Mann mit dem Goldhelm in grün

Wieder mal eine berühmte Vorlage, die mir als Vorlage dient und mit einem Augenzwinkern umgesetzt und präsentiert wird.

Wer das Original gemalt hat, bleibt unbekannt. (siehe auch Wikipedia)

Ich habe mich, auch aus Übungsgründen, mal hingesetzt und das Bild als Vorlage hergenommen.

Wie üblich bei mir, ist es nicht dabei geblieben. Der Farbeindruck ist gänzlich anders und …

Ölgemälde, Porträt eine alten Kriegers mit einem prunkvollen Blechhelm und Federschmuck
ItsCoolMan, Öl auf Leinwand, 50×50

Die Farbwahl ist nicht der einzige Unterschied. Natürlich kann ich auch nicht so gut malen, wie dieser Alte Meister, aber ich hab doch wieder etwas mehr versteckt. Vielleicht bin ich, wie viele andere auch, einfach durch die ständige Werbeberieselung geschädigt. Das Bild heißt bei mir „It’s cool man“.

Warum? siehe hier:

Gleiches Ölbild, wie zuvor. MIt farblichen Markierenen, dass man die Botschaft besser erkennt.
Der Helm bietet sich für versteckte Botschaften regelrecht an.

Ich fand die Umsetzung wirklich nicht einfach, aber es hat Spaß gemacht und es sieht nun wirklich toll aus.

Die Nachtwache, die keine war

Manchmal malt ein Maler auch mal nach. Die Nachtwache von Rembrandt van Rijn war diesmal das Vorbild. Nur ein Ausschnitt …

Ich habe schon früher Ausschnitte (Porträts) alter Meister als Anregung genommen.

Diesmal habe ich Ausschnitte aus Bildern gewählt, die sehr bekannt und berühmt sind.

Das erste Vorbild war Rembrandt van Rijn. Seine Nachtwache, die ja wohl keine Nachtwache ist, hat es mir angetan.

Doch pures Nachmalen wollte ich nicht machen, doch wie verändere ich da Bild. Mein loser Stil der letzen Wochen und Monate wurde dem aber auch nicht gerecht.

Vielleicht mal so:

Ausschnitt aus berühmtem Gemälde, etwas verfremdet
Öl auf Leinwand, 50×50

(Frans Banning Cocq war das, der damals von Rembrandt verewigt wurde.
Siehe auch Wikipedia.)

Der bei mir so grüne Herr war so angelegt, es ist kein Grisaille oder einfarbige Untermalung. Es gibt dem Bild mehr Popp. Schließlich ist der Kontrast zum übertriebenen Rot-orange und Gelb mehr als deutlich.

Ich wollte nochmal auf den Titel des Artikels eingehen.

„…, die keine war“

Das Bild bekam den Namen erst viel viel später, erst nachdem die Farben und die Oberfläche stark nachgedunkelt waren. Denn da hatte man wirklich den Eindruck, dass es Nacht war. Irgendwann wurde es restauriert und siehe da, so dunkel war das Bild gar nicht mehr. Daher konnte man den vergebenen Titel danach ad acta legen.

Näheres dazu müsste eigentlich auch in Wikipedia zu finden sein.

Die Verblichenen

Wieviel bleibt in uns von denen, die gegangen sind? Malen aus der Erinnerung heraus. Was bleibt – was blieb?

Wie bereits beschrieben (letzter Artikel): die Weihnachtszeit bringt vieles wieder ans Licht. Darunter auch die Gedanken an die Lieben von denen wir bereits Abschied nehmen mussten.

Die ganzen, alten Fotos will man eigentlich rausziehen und in seinen Erinnerungen schwelgen, aber verdammt noch mal das sind alles hunderte alter Dias. So einfach heute anschauen ist nicht und seit Jahren schiebt man die Digitalisierung derselben vor sich her. Wann hat man schon mal die Zeit solche Arbeiten zu machen.

Also habe ich mich auf ein Experiment eingelassen.

Dieses Bild soll der Startpunkt sein, weitere sollen folgen.

Um auch mir zu verdeutlichen, was verblassen (die Verblichenen) bedeutet, will ich Personen meiner Kindheit, meiner Jugend malen, so wie ich diese in Erinnerung habe. Verbunden mit Symbolen und Bilder gemeinsamer Erlebnisse und Tätigkeiten.

Der erste Schritt ist wirklich schön. Was hat man alles zusammen gemacht? Wo war man? Wie war das?

Dann wird es komisch. Ich kann mich vermeintlich noch genau an Kleidungstücke erinnern, aber  die Gesichter scheinen verblichen. Nicht dass ich die Personen nicht erkennen würde, aber es reicht, trotz der ehemaligen Vertrautheit, nicht um Porträts zu malen.

Erschreckend -nicht?

Und da bin ich bei meinem Experiment:

Ich will die Lieben umgeben von weiteren Eindrücken malen, wobei ich die Fotos / Dias zuvor nicht anrühre. Ich will wissen, was, wieviel noch in meinem Gehirn schlummert.

Erst wenn die Serie beendet ist, möchte ich mich wirklich an die Fotos / Dias wagen.

Bild 1, meine Großeltern, väterlicher seits

Opa Emil und Oma Lina, Öl auf Malplatte 40×40 cm

Mein Stil soll erhalten bleiben, es sollen schnelle Bilder werden, die beim Malen durchaus zu weiteren Erinnerungen führen, die dann sofort aufgenommen werden.

Eine Ähnlichkeit in den Gesichtern kann ich trotz mehrerer Versuche nicht erreichen. Manche Merkmale funktionieren, aber Ähnlichkeit beim Porträt erreiche ich nicht. Ist das nicht erschreckend?

Da verbringt man Jahrzehnte zusammen und dann das.