Vorstellung in der Schule – ein Künstler stellt sich vor

Vorstellung eines Künstlers in der Walbach-Grundschule in Engelskirchen-Ründeroth

In der Grundschule (Ganztangsschule) Walbach in  Engelskirchen-Ründeroth bin ich nicht nur im Rahmen der OGS, sondern durfte mich auch mal bei den Kindern der 4.ten Klasse vorstellen. Sie sollten einfach auch mal eine Künstler und seine Kunst kennen lernen.

Ich war im Juni zwei mal dort und habe nicht nur mich, sondern auch einige meiner Bilder vorgestellt. Die Bilder haben wir natürlich ausgiebig besprochen.

Ein, zwei Tage zuvor habe ich dieses hier speziell für diese Termine gemalt.

Peter in der Schule, mit seinen Bildern, umgeben von vielen Augen.

Natürlich war allen sofort klar, was und wer gemeint war.

 

Jeweils am Ende wollte ich natürlich noch eine Erinnerung mitnehmen. Da wir aber Klassenbilder mit dem Foto nicht mehr machen sollten (Datenschutz) habe ich jeweils ein kleines Kunstprojekt mit allen Kindern gestartet:

Klasse 4b:

Alle unsere Schuhe (Käser):

Alle Schuhe der Kids

Klasse 4a:

What läcker Fingerche!

Handabdrücke der Kids

Der Brexit als Inspiration für Ölbilder

Der Brexit, die never ending Story? Der Brexit als Inspiration für Ölbilder.

Der Brexit ist ja ein nicht mehr endendes Thema. Aber überall werden gerade neue Mauern hochgezogen und die Leute, die das tun und auch die Leute, die nicht glaubten, dass die neuen Mauern kommen werden, werden ganz schön dumm aus der Wäsche schauen.

Hier, diejenigen die mitgebaut haben und sich dann überrascht umsehen (werden).

Die hier haben selbst mitgebaut und nicht geglaubt, dass die Mauer kommt.

Und dann noch die, die gedacht haben, sie könnten es verhindern und schauen nun ängstlich ums Eck, was da wohl auf sie zukommt.

Was wird nun werden?

Diese Bilder habe ich bereits in der Grundschule in der 4ten Klassse mal vorgestellt. Selbst dort sind die ersten SchülerInnnen über den Brexit und einige  neue Mauern informiert. Manche sind noch gar nicht politisch angehaucht, andere schon recht weit. Ich nehme an, dass hier das Elternhaus  die größte Rolle spielt.

Kunstprojekt in der Hugo Kükelhaus Schule, Wiehl

Kunstprojekt in der Schule:
LVR-Hugo-Kükelhaus-Schule
Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung, Wiehl-Oberbantenberg

Nach mehreren Monaten der Vorbereitung und Suche nach der Finanzierung konnte das Projekt der Abschlussklasse in der Hugo Kükelhaus Schule starten.

Über einen längeren Zeitraum habe die Schüler und Schülerinnen mit meiner Anleitung und Unterstützung ihre eigenen Werke entwickelt und letztendlich auch umgesetzt.

Um alle abzuholen wurde mit Bleistiftskizzen und -zeichnungen begonnen, die dann mit Buntstiften kolloriert wurden. Dabei wurde schon auf das jeweils gewünschte Endergebnis hin gearbeitet. Sprich die abschließende Arbeit auf der großen Leinwand wurde entsprechend vorbereitet.

Mit Gouache-Farben wurde dann auf Leinwänden das gewünschte Motiv umgesetzt. Entsprechend der Möglichkeiten wurde die Größe der Leinwand ausgesucht. Bei der Handhabung der Farben und Pinsel wurden die Schüler und Schülerinnen zu Beginn von mir angeleitet.

Jeder einzelne hat Ergebnisse erreicht, die dieser selbst nicht für möglich hielt. Ich war angenehmst überrascht und kann vor den Arbeiten der Jugendlichen nur den Hut ziehen.

Hierzu noch ein Bericht auf der Schul-Homepage:

OneLine-Portraits, Porträts die auf einem einzigen Linienzug basieren

Köpfe mit einer Linie gezeichnet. Einfach auch mal probieren.

Zur Übung meiner zeichnerischen Fähigkeiten mache ich immer mal wieder Bilder, die aus einer einzigen Linie (manchmal auch zwei oder drei) bestehen. Gelegentlich mache ich dann daraus auch Bilder.

Hier zwei Beispiele aus den letzten Tagen:

Umriss in einer Linie. Naja – nicht ganz.

Grundlage ist nicht nur eine Linie gewesen, aber dafür gibt es eine Unmenge von Strichen und Figuren. Ich nannte das Bild „Beat“, denn ich habe recht laut Radio gehört und bei der Musik zu jedem Takt einen Strich oder eine Figur gezeichnet. Sie können sich sicher vorstellen, dass die nicht nur ein Musikstück war.

 

Und hier noch ein Beispiel. Ich hatte mir verschiedene Bristollpapiere bestellt. Ich will einfach testen, welches mir am ehesten zusagt.

Das hier war nun von Winsor & Newton und ich habe Prisma Color Buntstifte benutzt.

Diesmal scheint es wirklich nur eine Linien zu sein. Ich finde es recht interessant, weswegen ich es auch hier auf der Homepage zeige. Allerdings spiegelt sich das Blitzlicht auf der Wachsschicht der Buntstifte.

Plastikmüll im Meer, eine interessante Umsetzung

Ölbild einer Plastikflasche im Meer.

Ich habe ja schon vor Jahren immer mal wieder den Plastikmüll im Meer als Inspiration für Bilder genommen, diesmal hatte ich eine neue Idee, das Thema anzugehen.

Plastikflasche als Müllmine im Meer

Leider ist das Foto nicht 100%ig. Die Oberfläche spiegelt etwas durch das von rechts einfallende Licht.

Bitte achtet darauf in Zukunft möglichst wenig Plastik zu benutzen und zu verbrauchen. Recycling scheint ja, zumindest momentan, nicht so zu laufen, wie man das sich so vorgestellt hat. 5%, die tatsächlich recycled werden, das ist ernüchternd. DAs ist viel zu wenig.

Dieses Bild wurde seltsam – richtig seltsam

Seltsame Figur, der verdrehte Kopf.

Der Hintergrund gab einfach gewisse Linien vor, die ich dann zu einem Kopf / zu einer Person verfremden wollte. Es wurde eine Person, aber die war schon ziemlich „strange“ (seltsam, fremd).

Ziemlich seltsame Figur, nicht schön, aber interessant

Ich habe sogar lange überlegt, ob ich dieses Bild hier überhaupt auf der Homepage aufnehmen soll. Aber es ist entstanden, wird wohl nicht übermalt, daher hat es auch ein Recht gezeigt zu werden. Schließlich hat es was, auch wenn das so nicht geplant war.

Der Kopf sieht aus, als wäre er um 180 Grad verdreht auf dem Körper.

Wie gesagt: nicht schön, aber interessant.

Bin aus dem Loch wieder raus

3 Bilder mit Köpfen, so wie ich sie gerne mag. Bunt, verschoben, freundlich, fröhlich.

Das Thema Alter hatte mich nun einige Tage gefangen, aber es scheint besser zu werden, den die folgenden Bilder finde ich wieder viel positiver, viel fröhlicher.

Ein Clown schminkt sich, macht sich bereit andere zu erfreuen
Freunde unterwegs zum / vom Spiel
Sie hat sich in der Wüste verirrt und sucht nun den rechten Weg.

Diese Bilder sind nur 40×40 oder 50×50 cm, aber sind durch Ihre Farbwahl sehr auffällig und eindrucksvoll.

Ich mag, was da im Januar entstanden ist.

Gesichtselemente – eine Stufe weiter

Was macht ein Gesicht aus?

Ein Ölbild mit zwei Augen, Nase Mund und Kugel. Im Normalfall ein eGesicht, aber hier sehr starkt abstrahiert.
Gesichtselemente 01, Öl auf Leinwand, 60×40 cm

Wenn ich sagen würde: „zwei Augen, Nase, Mund, Kugel“, dann würde jeder auf Gesicht schliessen. Vielleicht noch nicht mal auf ein menschliches.

Mir wurde irgendwann klar, dass es nciht nur die Form, die Perspektive sondern auch die Position ist, die bei diesen Elementen ein Gesicht ausmacht. Mit der Perspektive, Ansicht und auch der Position und Ausrichtung spiele ich seit Jahren.

Doch nun bin ich noch weiter gegangen: Es kommt einer kompletten Auflösung gleich. Die Elemente durchdringen sich, sind selbst sehr stark abstrahiert und bilden beim ersten Sehen des Bildes kein Gesicht mehr. Erst, wenn unser Gehirn die einzelnen Elemente versucht einem Ganzen zuzuordnen entsteht der Begriff „Gesicht“, vielleicht sogar „Mensch“ in uns.

Ich bin total glücklich, diesen Weg, diesen entscheidenden Schritt gegangen zu sein.

Zwiesprache mit dem Altern

Zwiesprache mit dem Altern – ja Altern – nicht Alter. Eine Aussprache auf Augenhöhe.

Das Thema lässt mich (noch) nicht los.

Diesmal keine geteilte Person, die einfach beides in sich trägt, nein diesmal steht sich Jugend und Alter frontal gegenüber. Es ist nicht feindlich, unversöhnlich, nein – es hat irgendwie etwas Abwartendes und Wissendes.

Zwiesprache mit dem Altern, Öl auf Leinwand 40×40 cm

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich selbst nicht mehr der Jüngste (aktuell 54) und dann kommen noch die Eltern und Schwiegereltern hinzu, die durchaus mit dem Alter und seinen Folgen hadern. Und letztendlich bin ich Woche um Woche durch meine Kunst-AGs in den Pflegeeinrichtungen mit dem Alter und seinen Folgen konfrontiert. Daher hält mich das Thema irgendwie gefangen und bricht sich immer wieder Bahn.

Weihnachten zu Besuch bei meiner Mutter. Allgegenwärtig ist das Alter und das Altern. Seine Folgen werden mir ständig vor Augen geführt.

Eine Ansicht aus dem Heim.

Ein Ölbild, nicht sehr ansprechend, meine Mutter am Tisch sitzend, Schnabeltasse, verwelkte Blumen in der Vase
Mutter Weihnacht 2018, Öl auf Malplatte, 60×40 cm

Ich muss dazu sagen, dass ich dort im Heim noch nie verwelkte Blumen gesehen habe. Die machen das toll. Aber es ist ein Symbol für mich, das Drumherum auszudrücken.

Was mir auch jetzt wichtig ist zu sagen: Eine Rechtfertigung?
Ich habe meine Mutter 12 Jahre lang selbst in der eigenen Familie betreut und gepflegt. Ich weiß es, das Altern kann heftig sein. Es ist nichts für Feiglinge.

Chapeau an die Leute, die Tag um Tag pflegen und dabei menschlich und liebevoll geblieben sind.