Ein Ölbild – zum Trocknen aufgehängt – verstört meine Frau.
Zur Situation: Es ist kurz vor Weihnachten und ich kann zur Zeit schlecht schlafen. Wenige Stunden reichen mir jede Nacht, dass ich recht fit aus dem Bett steige. Also male ich momentan viel und vor allem des Nachts bis in die frühen Morgenstunden.
Dabei setze ich einfach meine Gedanken, meine Eindrücke der zurückliegenden Zeit um.
Dieses Bild entstand auch in einer Nacht und hing dann zum Trocknen an einer Wand.
Ein Glas Liebe, Öl auf tiefer Leinwand, 80×40 cm
Was ist wohl Ihr erster Eindruck beim Betrachten des Bildes?
Gedankenverloren hängt ein Mann an der Theke vor seinem Glas herum und starrt vor sich hin. Die Flasche dazu trägt die Aufschrift Lov(e).
Ein Alkoholiker? Ein Verzweifelter?
Nein – mein Impuls war die ganze Liebe vor Weihnachten, die aus allen Ecken kriecht und einen dahin rafft. Ein viel zu tiefer Blick in dieses Glas Liebe. Liebe zu den Lieben, Gedenken an die Toten, Gefühlsdusselei mit anderen, eigentlich Unbeteiligten, …
Es steht die Frage im Raum Was passiert hier, was passiert mit mir – warum? Im neuen Jahr erwacht man dann – mit einem Kater – oder?
Apropos: Meine Frau war am Morgen, als sie das Bild sah, ziemlich erschrocken. Verstehen Sie warum?
Ölbilder – Köpfe in abstrakter Malweise. Sehr verschieden un doch mit Gemeinsamkeiten.
Ich kann es nicht leugnen, ich male sehr viele Köpfe / Gesichter.
Ein erstes Beispiel ist eigentlich ein „altes“ Bild.
Vor ein paar Jahren hatte ich es gemalt (12/2016), dann stand es lange im Atelier in der Auslage und dort in der prallen Sonne. Die Nase und die Bäckchen hatte ich ursprünglich in Leuchtfarbe gemacht. Davon war nichts mehr übrig. So habe ich das Bild quasi restauriert. Diesmal jedoch ohne Leuchtfarbe, denn keine dieser Leuchtfarben ist wirklich lichtecht.
Ich dachte, dass ich von jedem Bild Fotos habe, aber das hier im alten Zustand — ich habe nichts gefunden.
So sieht es heute aus.
Öl auf Leinwand 50×50
Ich habe dann im Dezember noch ein paar hinterher geschoben.
Öl auf Leinwand „Denker“ 40×40 cmAcryl, Öl auf Leinwand, 40×40 cm „Durchblick“Öl auf Acryl auf Leinwand, 25×30 cm. Titel: transparent faceÖl auf Leinwand, 50×50 cm, Titel: Pixeled Face
Ölbilder zu Suchtthemen: Alkohol, Nikotin, Schokolade, Handy, Fernsehen
Kleinere Leinwände laden immer zu recht schnellen Malsessions ein. Doch oft fehlt einem das Thema. Diesmal habe ich für eine kleine Serie das Thema „Sucht“ gewählt.
Lassen Sie uns beginnen.
Der Alkohol.
Kann süchtig machen, geht wahrscheinlich sogar recht schnell. Alkoholkonsum erscheint mir, wie der Ritt auf des Messers Schneide und kann in tiefste, gedankliche und emotionale Löcher entführen.
Ölbild auf Leinwand 30x25cm
Rauchen bzw. Nikotin.
Ich bin nun rund 20 Jahre „clean“, aber davor habe ich schon heftig „gequarzt“. Da war eine Schachtel pro Tag nichts und die Schachteln enthielten damals noch mind. 20 Stück.
Kein Wunder, dass meine Person hier von schwarzer Kohle und Qualm umgeben ist.
Ölbild auf Leinwand 30x24cm
Schokolade:
Schokolade, ja Schokolade, diese wahnsinnige Mischung aus Fett, Zucker und Aromen. Wer kann dazu schon Nein sagen? Man muss bzw. sollte.
Schon im Delirium, aber es geht immer noch was. Halluzinationen von schwebenden Schokoladentafeln in Vollmilch und Zartbitter.
Ölbild Leinwand 30x25cm
Handysucht
Informationen, News, Games, Likes, …
Egal wie oft man hier auf sein Handy schuat, man findet immer etwas Neues. Und da Neues (Wissen, Bestätigung, Humor, …) motiviert und man nichts verpassen will, hängt man viel zu lange über dem Handy. Und nach und nach verbiegt man seine Wirbelsäule oder gar den Kopf.
Öl auf Leinwand 30×30 cm
Meine eigene Lieblingsschokolade
Sofort erkennbar – oder?
Daran komme ich ganz selten vorbei. Mir läuft beim Schreiben schon wieder das Wasser im Mund zusammen.
Schokolade, Honig, Mandel-Nougat. Die heftigste und beste Zusammenstellung an Aromen, zumindest für mich.
Natürlich würde mich nun interessieren, wie es Ihnen gerade geht, aber die Kommentare sind nicht frei geschaltet. Es käme viel, zuviel Spam. Aber ich vermute, dass auch Sie gerade am Schlucken sind – nicht wahr?
Ölbild auf Leinwand 30×24 cm
Und nun noch die Sucht am Fernseher, z.B. auf Serien usw.
Abgestumpft und nur noch auf den Fernseher fixiert, das tut auf Dauer nicht gut.
Wir hatten den Fernseher schon mal für einige Monate verbannt und wir hatten viel mehr Zeit für anderes, für uns als Familie und einfach mehr Freizeit, Bewegung und Freude.
Wenn ich es so überlege – das sollten wir als Familie gleich mal wiederholen.
Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Auf welche Serien, Filme sind Sie fixiert?
Ölbild von einer Autowerkstatt. Freunde, die dort arbeiten mit dem zwingend notwendigen Zubehör, wie Kölsch, Kaffeemaschine und Grill.
Manchmal ist der Anlass für ein Bild recht ungewöhnlich. Vor allem dann, wenn es so ein außergewöhnliches Thema ist.
Freunde von mir arbeiten in einer kleinen, freien Autowerkstatt. Und dort findet nicht nur die Arbeit statt, sondern ab und an auch mal ein Fest. Dann steht ein Grill bereit und das Kölsch darf natürlich nicht fehlen.
Ich war mal wieder dort und habe mich einfach über das Wiedersehen gefreut. Diese Freude habe ich am späten Abend dann in ein Bild gegossen.
Die recht große Leinwand (100x70cm) war schon mit Acryl und Rolle farbig grundiert. Das passte irgendwie ganz toll als Boden der Werkstatt. Das Bild sollte locker und freundlich wirken, daher darf der Hintergrund überall auch durchscheinen und hält das Ganze farblich zusammen.
Friends, Freunde ACryl und Ölfarbe auf Leinwand, 100x70cm
Ich finde malen super. Man kann viel mehr darstellen, als das mit einem Foto jemals möglich wäre.
Ein Bild, welches die Ängste eines Vaters aufzeigt.
Ich bin Vater einer kleinen, blonden Tochter und ich habe irgendwie ständig Angst um sie.
Aber das ist bei Vätern wohl immer so und hängt weder vom Geschlecht noch von der Haarfarbe ab.
Nachdem ich mich im Carport auch mit den Ölfarben eingerichtet hatte, wollte ich auch mal wieder ein kleineres Ölbild in etwas naiverem Stil malen.
Das Thema waren letztendlich meine Ängste.
Ich denke man sieht sofort um was es geht.
Links die Bedrohung der wunderschönen, heilen Welt mit einem blonden Mädchen als Zentrum. Bedrohung der heilen Welt
Wofür stehen wohl
der Mann im Anzug,
sein Hut,
sein Blick,
das Gestrüpp bis zum Horizont,
die dunklen Wolken, …
Fragen Sie mich nicht, warum ich plötzlich so drauf war.
Ich weiß es selbst nicht.
Irgendwie kam im Bild plötzlich etwas Einsamkeit auf, irgend etwas lief schief.
Aber das hier kam dabei raus:
Mangelnder Kontakt führt zu Einsamkeit
Kurz darauf dann ein ähnliches Bild, aber mit einer ganz anderen Wirkung:
Suchend, Dich suchend, mit Blumen und dem Kontaktwunsch
Dann musste natürlich noch SIE dazu entstehen:
SIE – die passende SIE
Dann entstand dieses Bild auf zwei länglichen Leinwänden:
Zweisamkeit und Zufriedenheit
Wie gesagt – Ich weiß nicht warum diese Bilder „kamen“. Ich bin glücklich verheiratet.
Dennoch ist es für mich selbst etwas befremdlich, dass sie so entstanden.
Vielleicht auch etwas aus meiner Umgebung, das ich verarbeitet habe.
Ich könnte mir da einen Zusammenhang vorstellen.
Bisher hatte ich ja immer monatlich die Arbeiten zusammen gefasst, doch das kann ich nicht mehr aufrecht erhalten. Es hat sich viel getan und einige der größeren Arbeiten möchte ich nun hier vorstellen.
In Anlehnung an meine Alpha Centauri-Bilder ist dieses Bild entstanden. Es ist in Öl auf einer großen Leinwand (120×80 cm) gemalt und stellt eine Beobachtungsstation für unser, uns umgebendes Weltall dar. Ich habe es „Searching“ getauft.
Dann habe ich dieses Bild wieder als Serienstart hergenommen. Es stammt aus dem April 2015 und prangert unseren Plastikmüll im Meer an. Es ist in Acryl auf einer Leinwand (130×80 cm) gemalt. Es war sehr aufwändig, denn die Transparenzen der Fische sind nicht durch Lasuren entstanden, sondern durch konkrete Farbmischungen.
Ich habe also das Thema Fische, Meer, Verschmutzung wieder aufgegriffen und für eine neue Serie verwand.
Hier Öl auf Leinwand (140×80 cm). Titel: „Unsere Freunde im Meer“
Und dann noch unsere Lieblinge, auf die wir eigentlich hören sollten, die Delphine. Ich habe ihn so richtig vorwitzig um die Ecke schauen lassen. Er soll seine Neugier und auch seine Kommunikationsfähigkeit zeigen.
Öl auf Leinwand (150x80cm). Titel: Hello, my friend.
Tun wir doch was für ihn – für unsere Freunde.
Die Anregung für folgendes Bild kam durch einen Kommentar auf das ausgestellte Bild „Unsere Freunde im Meer“.
Nach Tagen kam es mir dann in den Sinn, dass ein leeres Meer ja ein ganz besondere Aussage ist.
Öl auf Leinwand (140×80 cm). Titel: Etwa alles schon leer?
Und dann noch dieser Gelbflossenthun, der einem Dosenöffnungsring verfällt.
Thunfische gehören zu den bedrohten Arten und dennoch landen sie bei uns noch nahezu täglich als Thunfisch in Dosen auf dem Speiseplan.
Wie bei mir üblich, ist das Bild immer vordergründig möglichst attraktiv und der eigentliche Sinn erschließt sich oft erst später aus der Nähe.
Öl auf Leinwand (140x100cm). Titel: Was isst Du denn so?
Zum Einen habe ich ein großes Nachtgemälde begonnen, welches noch einige Tage bis zur Fertigstellung benötigt. Daher kann ich dieses hier noch nicht zeigen.
Andererseits sind einige Kleinformate in Öl entstanden, die aber noch einige Zeit „trockenen“ müssen. Die ersten Fotos davon sind durch den noch nicht abgeschlossenen Trocknungsprozess etwas fleckig.
In einigen Wochen können die Bilder dann mit Firnis abschließend behandelt werden.
Dann habe ich auch noch 3 kleine „Porträts“ fertig gestellt, diese sind in Anlehnung an den Goth-Style entstanden. Ich bin mir aber noch gar nicht im Klaren, ob das in meine Welt passt. Die zum Teil reduzierte Farbigkeit liegt mir irgendwie gar nicht, das sieht man aber in der Abfolge der drei kleinen Porträts.